Archiv der Kategorie 'Lyrik&Literatur'

Später warf er die Dose ins Leere.

Viel kann man in dem kleinen Büchlein über Riesenkalmare, Axolotl, mordlüsterne Elefanten und Hunde, giftige Käfer, Kakerlaken, Riesenschlangen, Wilde Stiere und Zahme Rinder lesen. Und dabei noch so einiges über menschliche Abgründe lernen. Carlos Busqued hat mit seinem Roman „Unter dieser furchterregenden Sonne“ eine klasze Gesellschaftsztudie hingelegt, ohne dabei aber konkret werden zu müszen.

Der Roman erzählt in zwei Plot lines, aufgeteilt in 41 sehr kurze Kapitel (nur 190 Seiten), eine Geschichte rund um Kiffen, Fernseh-Dokus, Pornographie und das Entführungsbusinesz in Argentinien.
Ich fand das ganze sehr lesenswert und möchte das Buch wirklich empfehlen. In der Jungle World ist schon Anfang des Monats eine Buchbesprechung (vorsicht spoiler) erschienen die auch ganz brauchbar ist, aber vielleicht nicht unbedingt vor dem Buch gelesen werden sollte, sie nimmt im Zweifel nämlich eine ganze Menge vorweg.

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„An Stelle von Heimat/ halte ich die Verwandlungen der Welt“

Teil drei der Lyrikserie befasst sich mit Nelly Sachs

Ein Faustschlag hinter der Hecke
Da liegt einer
Nichts Schlimmeres als Vorübergehn
Keiner bleibt stehn
Nichts zu sagen
Der Jasmin hat nicht seinen Duft gewechselt -

Genau wie Hilde Domin, diese Zeilen ihrer Gedichtauswahl vorangestellt hat, habe ich mich entschieden sie nun vor meinen kurzen Artikel zur Lyrik Nelly Sachs zu stellen. Schafft Sachs doch in 6 Zeilen, was viele nicht mit ganzen Büchern schaffen: die Unmenschlichkeit in Worte zu bannen. (mehr…)

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„Die Geschwister traumhaft und verwirrt!“

Der zweite Teil meiner Reihe über Lyriker_Innen die ich für besonders lesenswert erachte dreht sich um den am 3. Februar 1887 in Salzburg geborenen Georg Trakl.

In der Heimat

Resedenduft durchs kranke Fenster irrt;
Ein alter Platz, Kastanien schwarz und wüst.
Das Dach durchbricht ein goldener Strahl und fließt
Auf die Geschwister traumhaft und verwirrt.
(mehr…)

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Die Welt, bewürmt mit Menschen, hat vom Menschen keinen Begriff

An dieser Stelle möchte ich nun eine Reihe von Beiträgen über Lyrik beginnen, die mich besonders bewegt hat und stets aufs Neue bewegt.

Den Anfang machen die „Gesänge vom Meer des Todes“ von Abraham Sutzkever.

>> … Und so geschah es:
In einer Minute des Nicht-Erinnerns,
als ich eine Kirsche zu den Lippen nahm –
hat sich die Kirsche
in eine heiße Kohle verwandelt und Wörter gezündet.< <


(mehr…)

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